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Versetzen Sie sich bitte in die Lage, als Student ohne bestehende Kontakte zum Telefonmarkt, Interesse für Unterstützung zu finden. Ich schrieb einen Brief an eine Reihe von Firmen, deren Liste im Anhang zu finden ist.
Nach der im folgenden beschriebenen Methode sind die Geräte dokumentiert und Erfahrungen mit den unterschiedlichen Telefonen in den folgenden Kapiteln niedergeschrieben. Um die Telefone später besser vergleichen zu können, habe ich sie nach Typen zusammengefaßt. Die Reihenfolge richtet sich nach dem Herstellernamen. Erscheinungsbild Das Erscheinungsbild steht am Anfang. Werbung und Publikationen haben beim Interessenten ein Bild geprägt, das schließlich nach dem Anschauen im Katalog und mit einem In-die-Handnehmen des Hörers im Geschäft zum Kauf geführt hat. Es erfolgt der erste uneingeschränkte Kontakt mit dem Telefon nach dem Auspacken und die Beobachtung der Details. Erst wenn der Benutzer mit dem Gerät allein ist, macht er eigene Erfahrungen. Während im Laden Äußerlichkeiten und technische Daten im Vordergrund standen, beginnt zu Hause die Kontaktaufnahme mit dem Gerät. Die neuen Möglichkeiten des Telefonieres wollen probiert werden. Welche Tasten sind wofür gedacht? Versteht man das Interface, das einem die Welt näher bringen soll. Installation Die Installation ist der folgende (logische) Schritt. Was muß man tun, bis der erste Kontakt hergestellt werden kann? Da es sich überwiegend um Consumer-Geräte handelt, versucht der Nutzer meist selbst, das Gerät zum Laufen zu bringen. Telefonieren Der Funktionsablauf des Telefonierens wird in diesem Teil beschrieben. Wie baut man eine Verbindung auf? Wie kann man Nummern speichern? Wie verfährt man mit der Anruferliste? Was geschieht in der Anzeige, und welche Funktionen sind während des Gesprächs möglich? Funktionen und Display Die Funktionen des Gerätes mit den entsprechenden Displayanzeigen ergeben sich aus dem Studium der Bedienungsanleitung und eigenen Versuchen. Das Bewußtsein für die Möglichkeiten kann nur langsam wachsen. Telefonieren? Das kann ich!, werden die meisten von sich behaupten. Im ISDN-Netz werden die Dienstleistungen ständig erneuert. Da nicht jede Funktion hier beschrieben werden kann, ist die Menüführung im Baumdiagramm nach der Textanzeige dokumentiert. Hier wird die Displayanzeige weitgehend nachgezeichnet. Allgemeine Eigenschaften Im folgenden Abschnitt sind die Erfahrungen mit der Konfiguration des Gerätes zusammengefaßt, die mir beim Umgang aufgefallen sind. Bei der Dokumentation des Menübaums dringt man in Bereiche vor, die einem normalerweise verschlossen bleiben. Auch wenn ich kein Fernmeldetechniker bin, habe ich meine Eindrücke und Erfahrungen wiedergeben. Die im Menü angebotenen Funktionen finden Sie im Anhang an die jeweilige Einzelbeschreibung, als Menübaum oder als Funktionsliste dokumentiert. Es finden sich dort außerdem technische Daten wie: Modellnummern, Größe, Gewicht, Displaymaße, Sprachen, Länge der maximalen Telefonnummer, die Art der Stromversorgung und weitere verfügbare Daten. Ferner ist der Weg zum Eintrag einer Telefonnummer und die Optionen während des Telefonierens weitgehend erfaßt. Bedienungsanleitung Die Bedienungsanleitung ist das wichtigste Hilfsmittel, solange keine Hilfestellung über das Display möglich ist. Welchen Umfang die Anleitung hat, welche Form gewählt wurde und welche Informationen zur Verfügung gestellt werden, sind in diesem Abschnitt beschrieben. Es gibt die These, daß die Bedienungsanleitung schon durch ihr bloßes Vorhandensein ein Stück Kritik an dem Produkt darstellt. Die Verfasser dieser These fordern, daß sich das Produkt aus sich selbst heraus erklären muß. Die Gebrauchsanleitung ist folglich nur die Erklärung von Bestandteilen des Produkts, die noch nicht zur endgültigen Reife gelangt sind. Ich schätze zwar die Idee, aber für Produkte der Kommunikationsbranche, die von vielen fremden Faktoren abhängig sind, bleibt dieses Ziel Illusion. Die Geräte haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten stark verändert. Vor 20 Jahren führte die Deutsche Bundespost das Fax als Telefon-Fernkopierdienst ein, der das Fernschreiben abgelöst hat. Besonders für die älteren Menschen ist eine Erklärung der möglichen Telefonwege und -techniken notwendig, weil das über Jahrzehnte gelernte Telefonverhalten das Zurechtfinden in der heutigen Informationsgesellschaft nicht unbedingt gewährleistet. Subjektiver Eindruck Das subjektive Empfinden ist mein winziger Standpunkt in einem weltweiten technischen System. Da ich diese Arbeit alleine bewältigt habe, möchte ich meinen Eindrücke an diesem Punkt festhalten, um den eventuell entstehenden Anschein der Parteilichkeit relativieren zu können. Bewertung Die Bewertung versucht die gesammelten Erfahrungen zusammenzufassen, eine Zielgruppe für die Nutzung zu nennen und das Produkt nach Vor- und Nachteilen zu beschreiben. Schwachstellen / Verbesserungsvorschläge Ich habe die Schwachstellen beschrieben, bei denen die an das Telefon gestellten Erwartungen bei verschiedenen Herangehensweisen nicht umgesetzt werden konnten. Die Verbesserungsvorschläge beinhalten Ideen, die sich aus dem Umgang mit dem Gerät als wünschenswerte Nutzsformen ergeben haben. Ziel und Ergebnis Ein Ziel meiner Arbeit besteht darin, die hier beschriebenen Telefone in der zeitlichen Momentaufnahme zu erfassen. Das Interface des Telefons wird sich in der kommenden Zeit stark verändern. Deshalb schien es mir sinnvoll, den Menübaum in den verschiedenen Ebenen und Verzweigungen möglichst vollständig aufzuzeigen. So ist es möglich, die Leistung eines Telefons relativ genau darzustellen. Als Einzelperson konnte ich nicht immer die gleichen Tests durchführen. Meine Situation ist wie folgt beschaffen. Ich lebe und arbeite im selben Haus. Wohnung und Gemeinschaftsbüro befinden sich in verschiedenen Aufgängen. Meine Lebenspartnerin betreibt eine selbstständige Tätigkeit wie ich auch. Die Telefonanlage trennt die Telefonversorgung über einen SoAnschluß und gewährleistet die gleichzeitige Erreichbarkeit in Wohnung und Büro. Um die Kommunikationsversorgung nach außen zu sichern, existiert ein zweiter SoAnschluß, an dem nur digitale Endgeräte betrieben werden. Beide Arbeitsbereiche befinden sich im Kulturbereich und sind projektabhängig und zeitlich begrenzt. Aus diesem Grund teile ich mir einen Funkvertrag bei der Funkgesellschaft mit der kürzesten Vertragslaufzeit mit einem Roamingvertrag über die Swisscom. Da es in Berlin noch keine lokalen Netzwerkbetreiber gibt und keine bezahlbaren Angebote existieren, um eine dauerhafte Internetverbindung nutzen zu können - das Telefon ist doch ständig 'online' - kommt ein Anschlußwechsel von der Deutschen Telekom weg, nicht in Frage. Deshalb konnte ich alle Dienste nutzen, die mit Komfortanschluss und Gebührenübermittlung während des Gesprächs möglich sind. Die Geräte konnte ich so in Büro, Wohnung und unterwegs nutzen. Für mein praktisches Anwendungsgebiet boten sich die Nachfragen und Recherchen bei den angeschriebenen Telefonherstellern an. Zur Senkung der Tarife auch außerhalb meiner Wirkungsstätte, habe ich ein Konto bei der First Telecom und ein Konto für Gespräche über das Internet (VoIP) bei Interoute eingerichtet. Unter dieser Voraussetzung habe ich mir im täglichen Gebrauch und probeweise verschiedene Verbindungswege gesucht und ausprobiert. Nicht jedes Telefon durchlief dieselben Verbindungszustände. Die Versuche waren darauf ausgerichtet, die Funktionen in ihrer Durchführung zu beherrschen und die Grenzen des Durchführbaren zu finden. Das Ergebnis ist zum einen die Dokumentation der verschiedenen Geräte nach Typen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Den direkten Vergleich habe ich nur sehr allgemein gezogen. Verglichen habe ich das Interface Design. Die Tastenführung durch die Menüs sind sehr unterschiedlich umgesetzt worden. Daran lassen sich am besten die Konzepte erklären, wie die Telefon-Designer mit wenigen Tasten die Bedienung der Dienstmerkmale im ISDN-Netz und der Einstellungen am Telefon ermöglicht haben. Mit weiteren Beobachtungen habe ich Material zusammengetragen, um eine Grundlage für die Weiterentwicklung benutzerfreundlicher Telefoninterfaces zu liefern. |
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Inhaltsverzeichnis
© Martin Storck - Telefonieren in digitalen Netzwerken - Diplomarbeit TU Berlin 1999